Synoptische Einordnung
Das Tiefdruckgebiet NORMA beeinflusste in den vergangenen 24 bis 36 Stunden den Alpenraum. Während südlich der Alpen sowie in Teilen Norditaliens und Sloweniens teils kräftigere Niederschläge auftraten, lag der Großraum Villach wiederholt im Niederschlagsschatten. Die Hauptaktivität verlagerte sich entlang der südlichen Staulagen, während nördlich der Karawanken die Intensitäten deutlich gedämpft blieben.
Radar- und Wetterlage
Die Live‑Radarbilder zeigten über Kärnten überwiegend schwache bis mäßige Niederschlagsintensitäten. Kräftigere Regenfelder zogen meist südlich an Kärnten vorbei. Auch die Analyse der signifikanten Wetterkarten bestätigt: Für Villach dominierte stratifizierter Regen geringer Intensität, zeitweise unterbrochen von trockenen Phasen.
Niederschlagssummen (24 Stunden)
Die Auswertung der 24‑stündigen Niederschlagssummen zeigt ein sehr differenziertes Bild:
- Villach‑Land: meist 4–8 mm, lokal etwas darüber
- Villach‑Lind (private Wetterstation): insgesamt 6 mm
Ein Teil dieser Menge ist auf Tau- und Schneeschmelzwasser zurückzuführen, sodass der effektive Regenanteil nochmals geringer ausfällt. Starkregen oder konvektive Intensitäten traten nicht auf.
Schneehöhen und Schneeschmelze
Mit dem überwiegend frostfreien Verlauf in den Tallagen setzte sich die Schneeschmelze fort:
- Villach‑Lind: Schneehöhe zuletzt nur mehr rund 7 cm
- Tallagen allgemein: deutlicher Rückgang der Schneedecke
- Hochlagen: deutlich höhere Schneehöhen. Dobratsch bis zu 40 cm
Die größten Schneemengen im Auswertungsgebiet wurden einmal mehr am Dobratsch gemessen. Hier wirkten sich Staueffekte und tiefere Temperaturen weiterhin schneefördernd aus, während es in den Beckenlagen bereits deutlich ausaperte.
Wetterdaten Villach‑Lind im Überblick
- Niederschlag: 6 mm gesamt
- Charakter: schwach bis mäßig, ohne markante Intensitätsspitzen
- Temperatur: überwiegend frostfrei
- Schnee: weiter rückläufig durch Tauwetter und Regen
Fazit
Tief NORMA verlief im Raum Villach insgesamt sehr harmlos. Trotz teils markanter Modell‑ und Radarsignale südlich der Alpen blieben die Auswirkungen nördlich der Karawanken begrenzt. Moderate Regenmengen, fortschreitende Schneeschmelze in den Tallagen und klare Unterschiede zwischen Becken‑ und Staulagen prägten das Wettergeschehen.
Für Villach‑Lind lässt sich der Durchgang von NORMA damit als unspektakulär, aber meteorologisch interessant einordnen – ein weiteres Beispiel für den ausgeprägten orografischen Einfluss im Alpen‑Adria‑Raum.
Anders die Situation im Tiroler Wipptal, hier gab es einen Neuschneezuwachs von bis zu 10 cm.