Wetterrückblick vom 3. bis 5. Februar 2026 in Villach und Kärnten
Das Italientief ROMINA sorgte Anfang Februar 2026 für eine klassische Adriatief-Wetterlage mit intensiven Niederschlägen, markantem Schneefall in den Bergen und deutlichem Tauwetter im Tal. Besonders im Raum Villach, am Dobratsch und in Bad Bleiberg zeigte sich erneut der starke Höhenkontrast solcher Wetterlagen.
🌀 Großwetterlage: Adriatief über der nördlichen Adria
Zwischen dem 3. und 5. Februar 2026 verlagerte sich das Tiefdrucksystem ROMINA mehrfach über die nördliche Adria. Dadurch wurde feuchte Mittelmeerluft gegen die Süd- und Südostalpen geführt.
Diese Konstellation ist typisch für sogenannte Italientiefs (Adriatiefs) und führt in Kärnten häufig zu:
- länger anhaltenden Niederschlägen
- Staueffekten an den Südalpen
- starkem Höhenunterschied zwischen Schnee und Regen
- sehr niedrigem Luftdruck
Der Luftdruck fiel regional teils unter 995 hPa, was die anhaltend trübe und feuchte Wetterlage zusätzlich unterstrich.
🌧️ Niederschlagsmengen: verbreitet markant
Über den gesamten Ereigniszeitraum summierten sich die Niederschläge auf beachtliche Mengen, insbesondere im westlichen und südlichen Kärnten:
Gemessene Niederschlagssummen (03.–05.02.):
- Heiligengeist: 46 mm
- Bad Bleiberg: 44 mm
- Villach Stadt: 39 mm
- Dobratsch: 30 mm
- Villach-Lind (private Wetterstation): 37 mm

👉 Wichtig für die Einordnung:
Ein relevanter Teil der Niederschlagsmenge stammt ab dem 5. Februar aus Schneeschmelze, da der Schnee im Niederschlagsmesser durch Tauwetter abtaute. Besonders im Villacher Becken verfälscht dies klassische Tagesniederschlagswerte nach oben.
❄️ Schneefall & Schneedecke: Winter in den Bergen, Tauwetter im Tal
Villach & Talbereiche

In der Nacht auf den 5. Februar fiel zunächst Schnee bis ins Tal, zeitweise mit einer Schneedecke von:
- 8 bis 10 cm Neuschnee in Villach-Lind
Mit steigenden Temperaturen setzte jedoch rasch Schneeregen und Regen ein. Der Schnee wurde:
- nass und schwer
- stark verdichtet
- teilweise vollständig abgebaut
Aktuell (06.02.) liegen in Villach-Lind noch rund 8 cm, mit weiterem Rückgang.
Bad Bleiberg & mittlere Lagen
In Bad Bleiberg blieb die Schneefallgrenze während des gesamten Ereignisses deutlich niedriger:
- überwiegend Schnee
- kaum Regenanteil
- stabile Schneedecke
Dobratsch: durchgehend winterlich
Am Dobratsch zeigte sich ROMINA von ihrer klassischen Winterseite:
- durchgehend Schneefall
- keine Tauphasen
- ausgeprägter Staueffekt
📊 Schneehöhenanalyse: Vergleich Beginn vs. Ende des Ereignisses
Die aktuelle Schneehöhenkarte vom 06.02.2026 (07 Uhr) zeigt eindrucksvoll die Bilanz von ROMINA:
- 🏔️ Dobratsch: ca. 72–73 cm
- 🌲 Bad Bleiberg: etwa 47–50 cm
- 🏘️ Villacher Becken: meist 0–10 cm
Geschätzter Schneezuwachs seit dem 03.02.:
- Dobratsch: +25 bis +30 cm
- Bad Bleiberg: +15 bis +20 cm
- Villach-Lind: kurzfristig +8 bis +10 cm, inzwischen teilweise abgebaut
👉 Der Dobratsch weist damit erneut den höchsten Schneehöhenwert der Region auf, gefolgt von Bad Bleiberg – ein klassisches Muster bei Südstaulagen.
🌫️ Wettercharakter & visuelle Eindrücke
Neben den Messwerten prägte vor allem der optische Eindruck das Wetterereignis:
- durchgehend trüb und grau
- tiefe Wolken, kaum Auflockerungen
- hohe Luftfeuchte
- Zeitraffer- und Webcamaufnahmen zeigen eindrucksvoll den Übergang
von Winterlandschaft zu Tauwetter
Gerade im Villacher Becken war der Kontrast zwischen Schnee am Boden und nassem, mildem Wetter besonders deutlich.
🧭 Fazit: Typisches Italientief mit starkem Höhenkontrast
Das Italientief ROMINA brachte:
- einen winterlichen Auftakt mit Schneefall bis ins Tal
- markante Niederschlagsmengen in Kärnten
- einen ausgeprägten Südstaueffekt
- und endete im Tal mit kräftigem Tauwetter, während in den Bergen echter Winter herrschte
Solche Wetterlagen sind hydrologisch relevant und zeigen einmal mehr, wie entscheidend die Höhenlage für den Wetterverlauf in Kärnten ist.