Wetterrückblick Villach-Lind

2. bis 8. Februar 2026 – Trüber Hochwinter mit Italientief Romina als einzigem Highlight

Die erste vollständige Februarwoche 2026 verlief in Villach-Lind außergewöhnlich trüb, nasskalt und sonnenlos. Über den gesamten Zeitraum vom 2. bis 8. Februar zeigte sich die Sonne im Tal kein einziges Mal, stattdessen dominierten dichte Wolken, Hochnebel, feuchte Luft und wiederholt leichter Niederschlag.

Das meteorologische Highlight der Woche war eindeutig das Italientief Romina, das Mitte der Woche für markante Niederschläge, Schneefall bis ins Tal und anschließend ausgeprägtes Tauwetter sorgte.

Großwetterlage: Zwischen Hochdruckblockade und Mittelmeertiefs

Die Wetterlage war über Tage hinweg festgefahren:
Nördlich und nordöstlich von Österreich hielten sich kräftige Hochdruckgebiete, während über dem westlichen und zentralen Mittelmeer wiederholt Tiefs über Norditalien entstanden. Kärnten lag dabei häufig in einer druckarmen Übergangszone mit sehr schwachen Strömungen.

Die Folge:

  • kaum Luftaustausch
  • anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit
  • Inversionslagen mit Hochnebel im Becken und Tal
  • nur in höheren Lagen zeitweise bessere Sicht

Montag bis Dienstag (2.–3. Februar): Grau in Grau

Die Woche begann hochwinterlich, aber ohne winterliche Optik.
Dichte Bewölkung und Nebel bestimmten das Wettergeschehen, die Temperaturen blieben durchgehend knapp über dem Gefrierpunkt.

  • Tiefstwerte meist zwischen 0 und +1 °C
  • Tageshöchstwerte nur +1 bis +3 °C
  • kein messbarer Sonnenschein
  • erste Feuchtezunahme als Vorbote des Italientiefs

Die Schneedecke aus dem vorherigen Winterabschnitt hielt sich nur noch in Resten.

Mittwoch bis Donnerstag (4.–5. Februar): Italientief Romina

Ab Mittwoch verlagerte sich das Italientief Romina über Norditalien ostwärts und griff mit seinem Niederschlagsfeld voll auf Kärnten über.

Niederschlag & Schnee

In Villach-Lind fielen im Zuge von Romina:

  • insgesamt rund 42 mm Niederschlag
  • zeitweise Schneefall bis ins Tal
  • bis zu 10 cm Neuschnee in Villach-Lind

Besonders intensiv waren die Niederschläge entlang der Karawanken und im Dobratschraum, wo nochmals deutlich höhere Mengen zusammenkamen.

Temperaturverlauf

  • Schneefall zunächst bei Temperaturen um 0 °C
  • rascher Übergang in Schneeregen und Regen
  • anschließend Tauwetter bei +2 bis +4 °C

Der frisch gefallene Schnee war daher nur von kurzer Dauer und wurde großteils wieder abgebaut.

Freitag (6. Februar): Tauwetter und Tristesse

Nach Abzug von Romina stellte sich kein klassisches Zwischenhoch ein.
Stattdessen blieb die Luftmasse extrem feucht, die Bewölkung geschlossen.

  • Schneedecke schrumpfte rasch auf wenige Zentimeter
  • Niederschlag meist als Nieselregen oder Tauwasser
  • Höchstwerte erneut +2 bis +4 °C
  • weiterhin keine Sonne

Samstag (7. Februar): Frostfrei durch Hochnebel

Die Nacht auf Samstag verlief frostfrei, da dichter Hochnebel wie eine Isolierschicht wirkte.
Tagsüber blieb es trüb, nur Richtung oberes Drautal zeigten sich kurzzeitig dezente Auflockerungen, die Villach-Lind jedoch nicht erreichten.

  • Tiefstwert in der Früh: rund +1 °C
  • Tagesmaximum: etwa +2 bis +3 °C
  • Schneehöhe im Tal: noch rund 5 cm
  • Niederschlag überwiegend als Feuchte aus Nebel

Sonntag (8. Februar): Mild, grau und weiter ohne Sonne

Auch der Sonntag brachte keine Änderung. Villach-Lind lag weiterhin in einer druckschwachen Sumpflage zwischen Hoch und Tief, mit kaum Wind und hoher Luftfeuchte.

  • Nacht & Morgen: dichter Bodennebel
  • Tiefstwerte: +0,5 bis +1 °C
  • Tageshöchstwerte: +2 bis +3 °C
  • Restschnee: nur noch 1–2 cm
  • Niederschlag: minimal, überwiegend Nebeltröpfchen

Damit ging eine komplette Woche ohne einen einzigen Sonnenstrahl im Tal zu Ende.

Wochenfazit

Die Periode vom 2. bis 8. Februar 2026 war in Villach-Lind geprägt von:

  • 0 Sonnenstunden
  • ️ anhaltendem Hochnebel und dichter Bewölkung
  • ️ häufigem, meist schwachem Niederschlag
  • ❄️ einem kurzen winterlichen Intermezzo durch Italientief Romina
  • ️ überwiegend milden Hochwintertemperaturen

Trotz des Schneefalls zur Wochenmitte überwog insgesamt ein nasskalter, trostloser Hochwinter, der eher an November als an Februar erinnerte.

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