Die vergangene Woche zeigte sich in Villach-Lind ausgesprochen abwechslungsreich – von föhnigem Frühlingshauch über ein markantes Italientief bis hin zu einer ausgeprägten Inversionslage am Wochenende.

Wochenbeginn: Föhn bringt milde Luft

Zu Wochenbeginn geriet Kärnten auf die Südseite einer straffen Westströmung. Mit auflebendem Nordföhn wurde trockene und deutlich mildere Luft ins Becken geführt.

Typisch für die Föhnlage:

  • Sehr gute Fernsicht Richtung Karawanken & Julische Alpen
  • Rascher Temperaturanstieg
  • Deutlich geringere Luftfeuchte
  • Zeitweise lebhafter Wind in exponierten Lagen

Die Temperaturen lagen dabei klar über dem jahreszeitlichen Mittel – ein Vorgeschmack auf den Vorfrühling.

Wochenmitte: Italientief bringt Niederschlag

Zur Wochenmitte verlagerte sich der Schwerpunkt nach Süden: Ein Italientief sorgte für dichte Bewölkung und verbreitet Niederschlag.

In Villach wurden dabei registriert:

  • 23 mm in der Stadt
  • 21 mm in Villach-Lind

In Lind mischte sich anfangs Schneeregen unter, zwischenzeitlich reichte es sogar für eine dünne Schneedecke von rund 3 cm, ehe die mildere Luft wieder dominierte.

In höheren Lagen fiel ergiebiger Schnee – am Dobratsch baute sich die Schneedecke deutlich aus.

Die klassische Südstaulage war gut erkennbar:

  • Intensivere Niederschläge südlich des Alpenhauptkammes
  • Gedämpfte Temperaturen
  • Hohe Luftfeuchtigkeit

Übergang: Druckanstieg und Wetterberuhigung

Nach Abzug des Tiefs setzte sich zunehmend Hochdruckeinfluss durch. Der Luftdruck stieg deutlich an, die Niederschläge klangen ab.

In höheren Lagen stellte sich rasch sonniges Wetter ein – im Becken hingegen begann sich eine Inversionslage aufzubauen.

Wochenende: Der „Nebelsumpf“

Am Wochenende dominierte schließlich das, was man im Kärntner Becken gut kennt: eine stabile Hochdruck-Inversion.

Oben sonnig und mild, unten:

  • Zäher Hochnebel
  • Sehr hohe Luftfeuchte (teils über 95 %)
  • Kaum Wind
  • Gedämpfte Temperaturen

Am Sonntag wich der Nebel am Nachmittag zwar, zurück blieben jedoch hohe Wolkenfelder. Mit Höchstwerten knapp unter 7 °C blieb es für Ende Februar insgesamt mild.

Der Begriff „Nebelsumpf“ trifft die Lage recht gut – eine träge, feuchte Grundschicht ohne nennenswerte Durchmischung.

Wochenfazit

Die Woche bot nahezu das komplette meteorologische Repertoire:

  • Föhnmilde zu Beginn
  • Markantes Italientief mit über 20 mm Niederschlag
  • ❄️ Kurzzeitige Schneedecke in Lind
  • Stabile Inversion mit Nebelsumpf am Wochenende

Ein typischer spätherbstlich anmutender Wintermix im Übergang Richtung Vorfrühling – mit klaren vertikalen Gegensätzen zwischen Becken und Bergen.

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