Auch nach den Weihnachtsfeiertagen setzte sich in Kärnten und speziell im Raum Villach-Lind eine außergewöhnlich stabile Hochdruckwetterlage fort. Diese prägte nicht nur den Jahreswechsel, sondern reichte nahtlos bis zum ersten Wochenende im neuen Jahr (Sonntag, 4.01.).
Dominierende Hochdrucklage mit ausgeprägter Inversion
Ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa sorgte über mehrere Tage hinweg für trockenes, ruhiges Winterwetter. Charakteristisch war dabei eine sehr stabile Inversionslage:
Während sich in den Tallagen – darunter auch Villach-Lind – häufig Hochnebel, Dunst und strenger Frost hielten, präsentierten sich höhere Lagen sonniger und deutlich weniger kalt.
Die Schneedecke in Villach-Lind blieb mit rund 2 cm über den gesamten Zeitraum erhalten und unterstützte die nächtliche Abkühlung zusätzlich.
Kälteste Phase des bisherigen Winters
Zwischen dem 29. Dezember und dem Jahreswechsel wurden die bislang kältesten Nächte des Winters registriert. Die ruhige Luft und der klare Himmel ermöglichten eine sehr effektive Ausstrahlung.
Typisch für diese Phase war die starke vertikale Temperaturspreizung:
- Villach-Lind: mehrere Frost- und Eistage in Folge
- Bad Bleiberg: Tiefstwerte bis etwa −14 °C
- Dobratsch: bis rund −15 °C
- andere Becken- und Tallagen ebenfalls teils zweistellig negativ
Diese Verteilung unterstreicht die ausgeprägte Inversionslage mit deutlich kälteren Tallagen gegenüber den Bergen.
Jahreswechsel und erstes Jänner-Wochenende (bis 4.01.)
Der Silvestertag und der Jahreswechsel selbst verliefen ruhig, trocken und winterlich kalt. Auch an den ersten Tagen im neuen Jahr änderte sich am grundlegenden Wettercharakter wenig:
- weiterhin kein Niederschlag
- frostige Nächte
- tagsüber nur geringe Erwärmung
- oft Hochnebel im Tal, Sonne in höheren Lagen
Bis einschließlich Sonntag, 4. Jänner, blieb das Wettergeschehen somit festgefahren. Eine markante Wetterumstellung oder ein nachhaltiger Wintereinbruch mit Neuschnee stellte sich nicht ein – ebenso wenig eine deutliche Milderung.
Fazit
Die Zeit nach Weihnachten bis zum ersten Jänner-Wochenende war geprägt von:
- stabiler Hochdrucklage
- ausgeprägter Inversion
- mehreren Frost- und Eistagen
- bislang kältester Phase des Winters
- anhaltender Trockenheit
Der Winter zeigte sich damit von seiner ruhigen, aber frostigen Seite – ohne dynamische Tiefdruckeinflüsse, dafür mit typischem inneralpinem Hochdruckwetter.