Bunkermuseum am Wurzenpass im herbstlichen Wald mit Wetterfakten vom 24. bis 29. Oktober 2026: Regen in Villach-Lind, Gesamtschnee am Dobratsch und steigende Tageshöchstwerte.

Regen in Villach-Lind, Schnee auf den Bergen und wenige Tage später wieder milde Herbstsonne: Der Wetterrückblick vom 24. bis 29. Oktober 2026 zeigt einen markanten Wechsel. Tief LUISE brachte zunächst einen nassen und kühlen Samstag. Zum Nationalfeiertag standen am Wurzenpass bereits wieder die leuchtenden Herbstfarben im Mittelpunkt. In Lind stiegen die Tageshöchstwerte schließlich von 7,1 auf vorläufig 14,2 °C.

Besonders schön ließ sich dieser Übergang rund um das Bunkermuseum am Wurzenpass beobachten: bunte Laubwälder, dunkle Nadelbäume und dahinter die bereits winterlichen Gipfel. Während im Villacher Becken zeitweise Nebel lag, boten die höheren Lagen eindrucksvolle Ausblicke.

24. Oktober: LUISE bringt Regen und Schnee

Nach der vorangegangenen unbeständigen Phase mit Tief KATJA folgte am Samstag der nächste Wetterumschwung. In Villach-Lind fielen am 24. Oktober 6,6 mm Regen. Bei Temperaturen zwischen 2,5 und 7,3 °C blieb es ausgesprochen frisch.

Im Umland waren die Niederschlagsmengen deutlich höher: Kerschdorf meldete 24,1 mm, Bleiberg-Nötsch 22,1 mm. Am Wurzenpass mischten sich im Bereich um 1.000 Meter nasse Schneeflocken dazu. Eine geschlossene Schneedecke entstand beim Bunkermuseum dabei nicht.

Auf dem Dobratsch wurden 19 cm Gesamtschneehöhe bei −5,5 °C gemeldet, auf der Kanzelhöhe 4 cm bei −2,1 °C. Die 19 cm sind ausdrücklich die gesamte gemessene Schneedecke und keine Neuschneesumme.

Wie gut die Prognosen den Regen und die tiefe Schneefallgrenze erfasst hatten, zeigt der ausführliche LUISE-Rückblick mit Modellvergleich.

25. Oktober: Kühle Luft und winterliche Bergkulisse

Am Sonntag beruhigte sich das Wetter. In Villach-Lind blieb es trocken, die Temperatur stieg nach einem Minimum von 1,6 °C jedoch nur auf 7,1 °C. Damit war es der kühlste Tag dieser anschließenden Erwärmungsphase.

Die verschneiten Gipfel bildeten einen deutlichen Gegensatz zu den herbstlichen Wäldern weiter unten. Rund um den Wurzenpass rückten mit den freundlicheren Abschnitten wieder die Landschaft und die Herbstfarben in den Vordergrund.

26. Oktober: Nationalfeiertag zwischen Nebel und Herbstsonne

Der Nationalfeiertag zeigte die typischen Unterschiede zwischen Tal und Berg. Im Villacher Becken begann der Tag mit Nebel, später wurde es auch hier freundlicher. In Lind erreichte die Temperatur 10,1 °C.

Am Wurzenpass sorgten Sonne und gute Sicht für eindrucksvolle Herbststimmung. Die dortige Wetterstation erreichte 9,5 °C. Die Messstelle liegt auf rund 1.072 Metern; ihre Werte sind deshalb nicht unmittelbar mit dem Standort beim Bunkermuseum gleichzusetzen.

Rund um das Museum leuchteten gelbe, orange und rötliche Laubbäume zwischen den immergrünen Nadelbäumen. Dazu kamen die hellen Felswände des Dobratsch und die verschneiten Gipfel der Julischen Alpen. Die Aufnahmen vom Nationalfeiertag halten diesen Wechsel von spätherbstlicher Landschaft und winterlichem Hochgebirge besonders schön fest.

Die freundlichere Entwicklung rund um den Feiertag war bereits Thema der Wochenendvorschau zu LUISE und zum Nationalfeiertag.

Der spätere Videonachtrag zeigt noch einmal die goldenen Herbstfarben rund um das Bunkermuseum am Nationalfeiertag: „Goldener Herbst am Wurzenpass“ auf Facebook ansehen.

27. Oktober: Nebel im Tal, Schneeschmelze auf den Bergen

Auch am Dienstag folgte auf einen nebeligen Morgen zunehmend Sonnenschein. In Villach-Lind wurden 1,1 bis 9,9 °C gemessen, Niederschlag fiel nicht.

Dem Schnee auf den Bergen ging es inzwischen deutlich an die Substanz. Am Dobratsch waren an der Messstelle noch 4 cm vorhanden, auf der Kanzelhöhe wurden 0 cm gemeldet. Ein Messwert von 0 cm bedeutet allerdings nicht, dass der gesamte Berg schneefrei ist: In schattigen Bereichen und Mulden können weiterhin Reste liegen.

An der Station Wurzenpass reichte die Temperaturspanne von 0,1 bis 9,5 °C. Nach dem kalten Start wirkte der Tag in der Sonne bereits deutlich freundlicher.

28. Oktober: In Lind wird es spürbar milder

Am Mittwoch setzte sich die Erwärmung fort. In Villach-Lind lagen die Temperaturen zwischen 4,1 und 12,6 °C. Trotz der im Tagesverlauf dichter werdenden Wolken blieb es an der Station trocken. Der zuvor zeitweise in den Modellen angedeutete Regen trat hier nicht ein.

In der Umgebung wurden noch höhere Werte erreicht: Föderlach kam auf 15,5 °C, Finkenstein und Treffen auf jeweils 15,4 °C. Die Station Villach meldete 13,9 °C. Am Wurzenpass wurden nach 2,8 °C am Morgen schließlich 12,3 °C erreicht.

29. Oktober: Nach Morgennebel Sonne und später Wolkenfelder

Der Donnerstag begann in Lind erneut mit Nebel. Regen war in der vorangegangenen Nacht nicht gefallen. Nach dessen Auflösung zeigte sich zunächst viel Sonne, später zogen wieder Wolkenfelder durch. Die herbstlich gefärbten Bäume kamen im Sonnenlicht noch einmal besonders schön zur Geltung.

Nach einem Minimum von 5,3 °C erreichte Lind bis zum Auswertungsstand um 18:35 Uhr vorläufig 14,2 °C. Bei Sonnenschein wurden mittags bis zu 494 W/m² Solarstrahlung gemessen. Auch dieser Tag blieb bis dahin trocken.

Damit lag der Tageshöchstwert bereits 7,1 Grad über jenem vom Sonntag. Nach dem kühlen Wochenende fühlte sich das Wetter wieder angenehm mild an.

Villach-Lind: Die Temperaturen im Überblick

DatumTiefstwertHöchstwert
24. Oktober2,5 °C7,3 °C
25. Oktober1,6 °C7,1 °C
26. Oktober1,6 °C10,1 °C
27. Oktober1,1 °C9,9 °C
28. Oktober4,1 °C12,6 °C
29. Oktober*5,3 °C14,2 °C

*29. Oktober vorläufig, Stand etwa 18:35 Uhr. Die Tabelle enthält die Kalendertagesextreme der Station Villach-Lind. Das Minimum vom 26. Oktober wurde erst am späten Abend erreicht und ist kein Morgenwert.

Der Blick Richtung Allerheiligen

Nach LUISE folgte somit eine deutliche Wetterberuhigung mit zunehmend milden Nachmittagen. Nebel blieb im Becken dennoch ein wiederkehrendes Thema. Für die weitere Entwicklung Richtung Allerheiligen rückte anschließend ein mögliches Höhentief in den Fokus.

Die Wettervorschau vom 27. Oktober bis Allerheiligen beschreibt die damalige Modelllage. Sie ist als datierte Prognose zu lesen; die genaue Zugbahn eines Höhentiefs und damit auch die Niederschlagsart bleiben laufabhängig.

Grundlage dieses Rückblicks sind die Messungen der Wetterstation Villach-Lind, die im Tagesverlauf dokumentierten Stationsmeldungen aus der Umgebung sowie die eigenen Beobachtungen und Aufnahmen aus Villach und vom Wurzenpass.

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