Wettervorschau für Villach vom 31. Oktober bis 4. November 2026 mit fünf Tageskarten vor einem bearbeiteten herbstlichen Landschaftsfoto mit grauen Wolken und Dunst.

Auf einen freundlichen Samstag folgt ein deutlich unsicherer Allerheiligentag: Kühlere Luft aus Osten und ein Höhentief könnten Wolken und etwas Niederschlag nach Kärnten bringen. Auf den Bergen ist Schnee möglich. Ob einzelne nasse Flocken bis ins Villacher Becken gelangen, bleibt offen. Danach dürfte uns vor allem ruhiges, häufig graues Herbstwetter beschäftigen.

Stand: 30. Oktober 2026. Grundlage sind die hochgeladenen ICON-Animationen vom 12-UTC-Lauf sowie die zuletzt abgerufenen lokalen Prognosen von SuperHD, ICON-D2 und ECMWF. Die Angaben ab Dienstag sind als Trend zu verstehen.

Vom goldenen Herbst zur kühleren Ostluft

Der sonnige Freitag hat Villach noch einmal von seiner schönsten Herbstseite gezeigt: blauer Himmel, leuchtende Wälder und warmes Licht über der Drau. Zum Monatswechsel verändert sich die Wetterlage jedoch.

Über Nordwest- und Nordeuropa hält sich ein kräftiger Hochdruckblock. Die Bodenkarte mit den Hochs KLAUS, JURIJ und GERHARD zeigt, weshalb die atlantischen Fronten zunächst nicht ungehindert nach Mitteleuropa vorankommen. An der Südseite des Hochdruckgebiets gelangt kühlere Luft aus Osten zu uns.

Gleichzeitig löst sich in höheren Luftschichten ein eigenständiges Tief ab. Dieses Höhentief zieht im betrachteten ICON-Lauf bis Sonntag in den Alpen-Adria-Raum. Hoher Bodendruck bedeutet dabei nicht automatisch Sonnenschein: Auch bei rund 1025 hPa können unter einem Höhentief dichte Wolken und Niederschläge entstehen.

Kachelmannwetter: Die Westströmung bleibt blockiert

Der Kachelmannwetter-Beitrag vom Freitag betont die blockierte Westströmung, insgesamt wenig Niederschlag und einen häufig grauen, eher kühlen Verlauf. Das passt zur großräumigen Entwicklung: Eine anhaltend nasse Atlantiklage ist zunächst nicht erkennbar. Regional kann das Höhentief dennoch Niederschlag auslösen.

Einordnung von Kachelmannwetter vom 30. Oktober 2026.

Kachelmannwetter-Beitrag direkt auf X ansehen.

Samstag, 31. Oktober: Die freundlichste Gelegenheit am Wochenende

Wer noch einmal die Herbstfarben genießen möchte, sollte den Samstag nutzen. Nach einer kühlen Nacht sind örtlich Nebelfelder möglich. Wo sie fehlen oder sich auflösen, scheint länger die Sonne. Dazu ziehen zeitweise Wolkenfelder durch. Für Villach rechnen die lokalen Modelle übereinstimmend mit einem weitgehend trockenen Tag.

SuperHD erwartet etwa 11 °C, ICON-D2 rund 12 °C. ECMWF bleibt mit ungefähr 9 °C kühler, bildet den Standort allerdings auf rund 830 Metern und damit deutlich höher als Lind ab. Seine Temperaturen sind daher nicht unmittelbar auf die Station übertragbar.

Für Lind erscheint eine Nachmittagsspanne von 10 bis 12 °C plausibel. Der Wind bleibt schwach. In klaren, geschützten Lagen des Umlands ist örtlich Frost möglich. Längere sonnige Abschnitte sind wahrscheinlich; die hohen berechneten Sonnensummen setzen eine rasche Auflösung möglicher Frühnebelfelder voraus.

Allerheiligen, 1. November: Das Höhentief wird entscheidend

Am Sonntag wird die Prognose schwieriger. Die kühlere Luft setzt sich stärker durch, während das Höhentief im gezeigten ICON-Lauf ungefähr über Norditalien und der nördlichen Adria liegt. Schon kleinere Verschiebungen verändern, wie viel Niederschlag Kärnten erreicht.

Die Karten zum signifikanten Wetter zeigen am Morgen einen Niederschlagsbereich im Alpenraum mit Schnee- und Schneeregensignalen. Später verlagern sich die Schwerpunkte weiter Richtung Südosten.

Für Villach bringen SuperHD und ICON-D2 nur geringe Niederschlagsmengen von weniger als einem Millimeter. Der ältere ECMWF-Lauf berechnet dagegen rund fünf Millimeter am höher gelegenen Modellpunkt. Ein wolkenreicher und spürbar kühlerer Feiertag ist wahrscheinlicher als durchgehender Sonnenschein. Ob es weitgehend trocken bleibt oder zeitweise regnet, ist noch nicht ausreichend abgesichert. Die Höchstwerte bewegen sich vorläufig zwischen 5 und 9 °C.

Können Schneeflocken bis Villach fallen?

Die Temperaturkarten in 850 hPa, ungefähr auf 1400 bis 1600 Metern, zeigen am Sonntag im Alpenraum regional etwa −1 bis −3 °C. Damit wird Schnee auf den Bergen plausibel. Für Flocken im Becken reicht dieser Wert allein jedoch nicht: Entscheidend sind die unteren Luftschichten, die Niederschlagsintensität und das zeitliche Zusammentreffen mit der kältesten Luft.

Einzelne nasse Flocken sind eine unsichere Variante. Regen oder ein weitgehend trockener Verlauf sind für Lind derzeit besser gestützt. Eine geschlossene Schneedecke lässt sich nicht belastbar vorhersagen. Die türkisfarbenen Flächen der gezeigten ICON-Legende stehen gemeinsam für „Schnee/Schneeregen“; daraus lässt sich weder eine Schneehöhe noch ein Liegenbleiben ableiten.

Bereits am Donnerstag haben wir die möglichen Allerheiligen-Flocken auf Facebook aufgegriffen. Der folgende Beitrag zeigt die damaligen Signale aus ICON und ECMWF vom 29. Oktober. Er dokumentiert die frühere Modelllage; die oben beschriebene Einschätzung berücksichtigt die für diesen Artikel ausgewerteten neueren Unterlagen.

Montag, 2. November: Viele Wolken, wenig Sonne

Zu Wochenbeginn zieht das erste Höhentief weiter Richtung Balkan. Sein unmittelbarer Einfluss lässt nach, im Villacher Becken kann jedoch feuchte und kühle Luft zurückbleiben. Nebel, Hochnebel und ausgedehnte Wolken stehen im Vordergrund.

Etwas Regen oder Nieseln ist möglich, die lokalen Modelle berechnen überwiegend geringe Mengen. Längere trockene Abschnitte sind wahrscheinlich. Die Höchstwerte liegen ungefähr bei 6 bis 7 °C, die Tiefstwerte je nach Lage und Bewölkung zwischen 1 und 4 °C. Ein verbreitetes Schneeereignis bis ins Villacher Becken ist nicht erkennbar.

Dienstag, 3. November: Ein weiteres Höhentief im Westen

Während das erste Höhentief nach Südosten abzieht, entwickelt sich im betrachteten ICON-Lauf ein weiteres abgeschlossenes Tief über Frankreich und der Biskaya. Am Boden bleibt der Druck über weiten Teilen Europas hoch. Eine kräftige Front, die unmittelbar über Kärnten hinwegzieht, ist daraus zunächst nicht abzuleiten.

Für Villach deutet sich ruhiges, eher wolkenreiches Herbstwetter an. Nebel und Hochnebel können sich halten, sonnige Abschnitte bleiben unsicher. Die Nachmittagstemperaturen liegen als vorläufige Orientierung bei 7 bis 10 °C, überwiegend bleibt es trocken.

Mittwoch, 4. November: Oben milder, unten womöglich weiter grau

Das westliche Höhentief liegt im gezeigten Lauf weiterhin über Frankreich beziehungsweise der Biskaya. An seiner Ostseite gelangt mildere Luft Richtung Alpen. Die 850-hPa-Animation zeigt diese Erwärmung.

Im Villacher Becken muss die mildere Luft nicht sofort ankommen. Unter einer Inversion kann es am Boden kühl und nebelig bleiben. Für den Nachmittag sind vorläufig 8 bis 11 °C denkbar, bei längerem Hochnebel auch weniger. Der lokale Trend ist niederschlagsarm; die stärkeren Niederschlagsgebiete liegen zunächst weiter westlich.

Wie geht es danach weiter?

Die hochgeladenen Animationen reichen bis in den 5. November. Sie zeigen weiterhin hohen Druck über Nord- und Osteuropa und das Höhentief im Westen. Bleibt es weit genug entfernt, könnte sich der Gegensatz zwischen milderer Luft auf den Bergen und kühlem Nebel im Becken fortsetzen.

Kommt das Höhentief näher an die Alpen oder verlagert es sich ins Mittelmeer, würde auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit südlich des Alpenhauptkamms wieder steigen. Zeitpunkt, Mengen und Schneefallgrenze wären dann neu zu bewerten. Ein dauerhafter Wintereinbruch oder ein konkretes späteres Schneeereignis für Villach lässt sich aus diesen Unterlagen nicht ableiten.

Weitere Wetterberichte und aktuelle Beobachtungen

Wie rasch sich das Wetter im Herbst ändern kann, zeigt unser Rückblick auf LUISE, den Nationalfeiertag und die anschließende Herbstsonne. Die frühere Vorschau vom 27. Oktober bis Allerheiligen dokumentiert die damalige Modelllage.

Aktuelle Wetterbeobachtungen, Messwerte und Webcam-Eindrücke gibt es auf Facebook bei Wetterstation Villach, auf X unter @wwien10 und auf villach-wetter.at.

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