Markanter Temperatursturz und wechselhafte Woche ab 11. Mai 2026
Die neuesten Karten und Einschätzungen großer Wetterdienste bestätigen den bereits angedeuteten markanten Wetterumschwung zur neuen Woche eindrucksvoll. Sowohl Kachelmannwetter als auch WetterOnline sprechen mittlerweile offen von einem „Kaltlufteinbruch“ beziehungsweise einem deutlichen „Temperatursturz“.
Tatsächlich etabliert sich über Nord- und Mitteleuropa eine großräumige Nordwestlage mit polarer Meeresluft, die bis weit nach Süd- und Mitteleuropa vorstößt. Ursache dafür ist eine Tiefdruckzone über Skandinavien und Nordeuropa, während sich der Atlantikhochkeil weiter westlich positioniert. Kärnten gerät damit zunehmend auf die kühle Rückseite der Strömung.
Für Villach bedeutet dies eine Woche mit teils kräftigen Temperaturschwankungen, wiederholten Regenphasen und zeitweise ungewöhnlich kühlen Nächten für Mitte Mai.

Montag: Noch relativ mild, aber zunehmend unbeständig
Der Montag startet im Raum Villach noch vergleichsweise mild. Die Temperaturen erreichen je nach Sonnenscheindauer nochmals etwa 18 bis 20 Grad. Bereits tagsüber ziehen jedoch zunehmend dichtere Wolken durch und besonders ab Nachmittag bzw. Abend steigt die Schauer- und Regenwahrscheinlichkeit an.
Die ersten Niederschläge bleiben meist noch überschaubar. Auffällig ist jedoch bereits die deutlich frischere Luftmasse im Norden Europas, die sich im Laufe der Nacht weiter südwärts ausbreitet.
Dienstag: Temperatursturz und nasskühles Wetter
Am Dienstag erfolgt dann der eigentliche Kaltlufteinbruch. Hinter einer Kaltfront strömt polare Meeresluft nach Kärnten ein.
Die Modelle zeigen inzwischen recht einheitlich Höchstwerte von oft nur noch 12 bis 14 Grad im Raum Villach. In kräftigeren Niederschlagsphasen kann es sich subjektiv sogar noch deutlich kälter anfühlen. Dazu weht zeitweise lebhafter Wind.
Auch die Regenmengen bleiben ein Thema. Zwar ruderten ECMWF, GFS und ICON im Vergleich zu den Vortagen etwas zurück, dennoch erscheinen im Raum Villach bis Dienstagabend weiterhin etwa 10 bis 20 mm realistisch. Die deutlich größeren Mengen konzentrieren sich wohl weiterhin südlich der Karnischen Alpen sowie in Friaul und den Julischen Alpen mit teils über 100 mm.
Mittwoch: Früh sehr kalt, tagsüber Wetterberuhigung
Zur Wochenmitte lockert es unter Zwischenhocheinfluss zumindest zeitweise auf. Gleichzeitig kann sich die eingeflossene Kaltluft in klareren Bereichen stark auskühlen.
Vor allem in klassischen Kaltluftsenken des Gail- und Drautals sowie im Bereich Villach-Lind erscheinen Frühwerte um 1 bis 3 Grad möglich. Lokal ist sogar leichter Bodenfrost nicht ausgeschlossen.
Tagsüber wird es mit etwa 15 bis 16 Grad wieder etwas angenehmer und auch die Sonne zeigt sich häufiger.
Donnerstag: Freundlicher Frühlingstag
Der Donnerstag dürfte nach aktuellem Stand der freundlichste Tag der Woche werden. Ein Zwischenhoch sorgt für längere sonnige Abschnitte und trockenes Wetter.
Die Temperaturen steigen langsam wieder an und erreichen meist 16 bis 18 Grad. Nach den sehr kühlen Nächten bleibt die Luft allerdings weiterhin frisch.
Freitag: Neue Störung möglich
Zum Freitag hin deutet sich bereits die nächste Atlantikstörung an. Die Modelle zeigen erneut zunehmende Wolken und wieder steigende Niederschlagssignale.
Die Unsicherheit nimmt hier allerdings bereits etwas zu. Tendenziell bleibt die Wetterlage aber wechselhaft und eher unterdurchschnittlich temperiert.
Fazit
Die neue Woche bringt im Raum Villach einen markanten Übergang vom frühsommerlichen Muttertagswetter hin zu einer für Mitte Mai ungewöhnlich kühlen und wechselhaften Wetterphase. Besonders Dienstag und Mittwoch stechen hervor: zuerst mit Regen und Temperatursturz, danach mit teils empfindlich kalten Frühstunden und lokal möglichem Bodenfrost.
Die jüngsten Modellläufe haben die extremen Niederschlagsmengen für Kärnten zwar etwas reduziert, dennoch bleibt die Woche insgesamt wechselhaft und deutlich zu kühl. Erst gegen Ende der Woche könnte sich das Wetter langsam wieder stabilisieren.