zum Start der Bike Week noch warm, ab Mittwoch droht der Wetterumschwung
Nach dem außergewöhnlich heißen Freitag mit über 30 °C in Villach-Lind verabschiedet sich der Sommer offenbar noch lange nicht. Auch in den kommenden Tagen bleibt uns zunächst sehr warmes und überwiegend freundliches Spätsommerwetter erhalten. Gerade das Wochenende verspricht noch einmal ausgezeichnetes Ausflugs-, Rad- und Badewetter. ☀️🚴
Interessant wird die Entwicklung dann ausgerechnet rund um den offiziellen Start der European Bike Week am Dienstag, 8. September. Der Dienstag könnte noch einmal richtig warm werden, anschließend verdichten sich allerdings die Anzeichen für eine markante Wetterumstellung.
🗺️ Die Großwetterlage
Am Wochenende befindet sich der Alpenraum zunächst auf der warmen Seite des europäischen Strömungsmusters. Die deutlich kühlere Luft bleibt weit nördlich der Alpen, während über Süd- und Mitteleuropa weiterhin eine ausgesprochen warme Luftmasse liegt. In etwa 1500 Metern Höhe werden über Kärnten Werte um 15 bis knapp 20 °C gerechnet, für Anfang September ausgesprochen warm.
Gleichzeitig sorgt zunächst noch höherer Luftdruck über dem Alpenraum für weitgehend stabiles Wetter. Atlantische Fronten kommen gegen diese Situation nur langsam voran.
Das Ergebnis für Kärnten: viel Sonne, kaum Niederschlag und spätsommerliche Temperaturen.

☀️ Samstag, 5. September – noch einmal an die 30 °C
Der Samstag dürfte der wärmste Tag des Wochenendes werden. Nach einer sehr milden Nacht mit Tiefstwerten um 18 bis 19 °C scheint über Villach zunächst verbreitet die Sonne.
Im Tagesverlauf können ein paar Wolkenfelder durchziehen, insgesamt bleibt der Wettercharakter aber eindeutig sommerlich. Die Modelle sehen für Villach Höchstwerte um 29 bis 30 °C, damit ist sogar noch einmal ein Hitzetag nicht ausgeschlossen.
Regen spielt voraussichtlich kaum eine Rolle. Für Unternehmungen rund um Villach, Faaker See oder Ossiacher See sieht das nach einem hervorragenden Spätsommertag aus. ☀️🏍️🚴
🌤️ Sonntag, 6. September – etwas weniger heiß, weiterhin sehr schön
Auch der Sonntag präsentiert sich freundlich. Nach etwa 16 bis 17 °C am Morgen wechseln Sonne und einige harmlose Wolken.
Mit ungefähr 26 bis 28 °C wird es zwar nicht mehr ganz so heiß wie am Samstag, für September ist das aber weiterhin außergewöhnlich warm.
Auch hier sieht es derzeit nach einem weitgehend trockenen Tag aus. Gerade der Sonntag könnte deshalb einer der angenehmsten Tage des Wochenendes werden.
☀️ Montag, 7. September – der Spätsommer bleibt
Zum Wochenbeginn ändert sich zunächst wenig. Viel Sonnenschein, nur wenige Wolken und erneut etwa 26 bis 28 °C stehen derzeit in den Prognosen.
Die Nächte werden mit rund 14 bis 16 °C bereits etwas frischer, tagsüber merkt man davon allerdings noch wenig.
🏍️ Dienstag, 8. September – heißer Auftakt zur Bike Week?
Und dann wird es besonders interessant: Am Dienstag startet die European Bike Week offiziell – und der Auftakt könnte noch einmal ausgesprochen sommerlich werden.
Die derzeitige Temperaturprognose reicht für Villach bis ungefähr 28 bis 30 °C. Damit könnte der erste offizielle Veranstaltungstag bei viel Wärme und zumindest zeitweise Sonne beginnen.
Allerdings nähert sich von Westen bereits eine Wetteränderung. Wolken dürften im Tagesverlauf zunehmen und die Atmosphäre allmählich labiler werden. Erste Schauer oder Gewitter wären später am Tag beziehungsweise in der folgenden Nacht bereits denkbar.
Der Dienstag ist damit momentan der Übergangstag zwischen Spätsommer und Wetterumschwung.
🌧️ Mittwoch, 9. September – hier wird es spannend
Ab Mittwoch zeigen die Prognosen derzeit einen ziemlich deutlichen Bruch.
Die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt in den vorliegenden Berechnungen auf nahezu 100 Prozent, gleichzeitig fällt die erwartete Tageshöchsttemperatur von knapp 30 °C auf nur noch ungefähr 20 bis 22 °C.
Und auch die Niederschlagsmengen sind auffällig: Im Mittel werden derzeit etwa 20 bis 25 mm angedeutet, die Bandbreite reicht aber erheblich weiter nach oben. Das ist ein klassisches Zeichen dafür, dass die Modelle zwar einen nassen Wetterabschnitt erkennen, Position und Intensität des Tiefs aber noch nicht ausreichend geklärt sind.
Hier kommt tatsächlich das mögliche Italientief ins Spiel.
Sollte sich ein Tief über Norditalien bzw. dem Golf von Genua entwickeln und feuchte Mittelmeerluft gegen die südlichen Alpen führen, wäre Kärnten aufgrund seiner Lage auf der Alpensüdseite prädestiniert für länger anhaltenden und teilweise kräftigen Regen. 🌧️
Genau diese Entwicklung müssen wir in den nächsten Modellläufen beobachten.
🌧️ Donnerstag, 10. September – möglicherweise noch nass und deutlich kühler
Nach derzeitigem Stand könnte das Tief auch am Donnerstag noch wetterbestimmend sein. Die Prognose zeigt weiterhin eine hohe Regenwahrscheinlichkeit und rund 10 mm im Mittel, bei einer sehr großen Bandbreite bis etwa 40 mm.
Die Temperaturen würden dabei nur noch ungefähr 17 bis 20 °C erreichen.
Sollte sich das Tief langsamer verlagern als momentan gerechnet, könnte gerade auf der Alpensüdseite auch länger anhaltender Regen ein Thema werden.
🌦️ Freitag, 11. September – langsame Beruhigung?
Zum Freitag nimmt die Sicherheit naturgemäß deutlich ab. Momentan deuten die Berechnungen auf etwa 18 bis 20 °C, wechselnde Bewölkung und noch einzelne Regenfälle hin.
Ob sich das Wetter dann bereits nachhaltig beruhigt oder noch weitere Niederschläge folgen, hängt wesentlich von der tatsächlichen Zugbahn des Tiefs ab.
Fazit: Für das Wochenende sieht es ausgezeichnet aus. Auch Montag und wahrscheinlich ein großer Teil des Dienstags bleiben spätsommerlich. Damit könnte auch die Bike Week zunächst unter sehr guten Bedingungen starten. 🏍️☀️
Ab Dienstagabend/Mittwoch steigt die Unsicherheit aber massiv. Die Entwicklung eines Mittelmeertiefs bzw. Italientiefs ist plausibel und könnte Kärnten zur Wochenmitte deutlich kühleres sowie zeitweise kräftig nasses Wetter bringen. Gerade die Regenmengen würde ich momentan noch nicht festnageln, denn die Bandbreite ist dafür viel zu groß.
Für die Bike Week wird deshalb die genaue Zugbahn des Tiefs ab Mittwoch besonders wichtig. Ein paar hundert Kilometer Unterschied können darüber entscheiden, ob Kärnten einen kräftigen Regentag bekommt oder nur von Schauern gestreift wird.