43,3 Kilometer, 1.310 Höhenmeter und ein traditioneller Kärntner Kirchtag: Am Samstag, dem 15. August 2026, führte meine Radtour von Villach-Lind hinauf auf den Dobratsch. Auf dem Programm standen eine sportliche Auffahrt, ein gemütlicher Aufenthalt bei der Aichingerhütte, Kärntner Kirchtagssuppe mit Reindling und herrliches Hochsommerwetter. Einziger Wermutstropfen: Die Rundsicht war trotz des strahlend blauen Himmels ungewöhnlich diesig.
Von Villach-Lind über die Villacher Alpenstraße zum Kirchtag
Gestartet wurde in Villach-Lind auf rund 500 Metern Seehöhe. Nach den ersten Kilometern durch das Villacher Becken begann die lange Auffahrt über die Villacher Alpenstraße. In zahlreichen Kurven ging es durch schattige Wälder, vorbei an Aussichtspunkten und immer höher in die Bergwelt des Naturparks Dobratsch. Der Anstieg forderte Ausdauer – schließlich summierten sich die Höhenmeter auf beachtliche 1.310 Meter. Mit zunehmender Höhe öffnete sich die Landschaft: Statt dichter Wälder bestimmten nun Almwiesen, einzelne Hütten und der Blick auf die felsigen Hänge das Bild.
Die Tourdaten: 43,3 km Strecke · 1.310 m Anstieg · 1.730 m höchster Punkt · 2:26:45 Stunden Bewegungszeit · 17,7 km/h Durchschnitt. Die gesamte Tour dauerte einschließlich der ausgedehnten Kirchtagspause laut Höhenprofil 10 Stunden und 59 Minuten. Auf der späteren Abfahrt zurück ins Tal wurden abschnittsweise Geschwindigkeiten über 40 km/h erreicht.
Die Eindrücke rund um die Roßtratte zeigen den Dobratsch im Hochsommer: offene Almflächen, Holzhütten, Nadelbäume und weidende Kühe. Die normalerweise weiten Rundblicke waren allerdings stark diesig. Entfernte Gipfel zeichneten sich nur blass am Horizont ab.
Die aufgezeichnete Strecke mit Höhenprofil und Tourdaten findest du hier: Meine Radtour zum Dobratscher Kirchtag auf Komoot.
Dobratscher Kirchtag: Brauchtum und gemütliches Beisammensein
Am 15. August, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, gehört der traditionelle Dobratscher Kirchtag für viele Kärntnerinnen und Kärntner fest zum Bergsommer. Rund um die Aichingerhütte herrschte reges Treiben: Auf der Sonnenterrasse saßen zahlreiche Gäste unter roten und hellen Sonnenschirmen, Familien genossen den Feiertag und für Kinder gab es sogar eine große Hüpfburg. Die Kombination aus Almwirtschaft, Berglandschaft und Kirchtagsstimmung machte den Aufenthalt besonders.
Kirchtagssuppe mit Reindling: Stärkung nach 1.310 Höhenmetern
Nach der langen Auffahrt durfte eine traditionelle Kärntner Spezialität nicht fehlen: eine kräftige, cremige Kirchtagssuppe, dazu ein Stück süßer Reindling. Die Kombination aus würziger Suppe und süßem Gebäck gehört zum Kärntner Kirchtag einfach dazu. Auf den orangefarbenen Holzbänken in der Sonne schmeckte die verdiente Stärkung nach dem Anstieg besonders gut.
Almwiesen, Aichingerhütte und Bergpanorama
Auch abseits des Festbetriebs gab es viel zu entdecken: Kleine Holzhütten zwischen Wiesen und Nadelbäumen, Kühe auf der Weide, die sanften Hänge oberhalb der Roßtratte und der Blick hinauf Richtung Dobratsch. Eine verblühte Silberdistel am Wegesrand bot ein schönes Naturdetail. Von der Aichingerhütte mit ihrer gut besuchten Terrasse bis zur ruhigen Almfläche lagen lebhaftes Kirchtagstreiben und stille Bergnatur dicht beieinander.
Das Wetter am 15. August: Sonne am Berg, Hitze im Tal
Die Wetterupdates aus Villach-Lind dokumentieren einen sonnigen, trockenen Feiertagsnachmittag. Im ersten Update wurden 30,3 °C bei 41 % relativer Luftfeuchtigkeit und bislang 0,0 mm Niederschlag gemeldet. Am späten Nachmittag waren es um 16:45 Uhr bereits 31,9 °C bei nur noch 34 % Luftfeuchtigkeit. Diese Messwerte stammen aus Villach-Lind im Tal und beschreiben nicht die Temperatur am Dobratsch.
Die Bilder von der Roßtratte zeigten dazu blauen Himmel und leicht diesige Fernsicht. Im Nachmittagsupdate waren größere Quellwolken oder Gewitter für Villach-Lind noch kein Thema. Die Angaben beschreiben den Stand der jeweiligen Updates; eine abschließende Tagesbilanz liegt diesen beiden Beiträgen nicht zugrunde.
Video und Bilder von der Radtour
Bewegte Eindrücke gibt es im Instagram-Reel der Radtour. Weitere Bilder der Tour findest du im zweiten Instagram-Beitrag.
Nach der ausgiebigen Kirchtagspause ging es über die Villacher Alpenstraße wieder bergab. Was auf der Auffahrt einiges an Kraft gekostet hatte, wurde nun zur langen, abwechslungsreichen Abfahrt. Mit jedem Kilometer Richtung Villach machte sich die sommerliche Wärme im Tal stärker bemerkbar. Schließlich endete die Runde wieder in Villach-Lind.
Fazit: Ein Feiertag zwischen Bergsport, Brauchtum und Hochsommer
43,3 Kilometer, 1.310 Höhenmeter und ein Kirchtag auf dem Villacher Hausberg: Diese Tour verband sportliche Herausforderung mit Kärntner Tradition. Besonders in Erinnerung bleiben die Almwiesen, die Kühe, das lebhafte Treiben bei der Aichingerhütte und die köstliche Kirchtagssuppe mit Reindling. Meteorologisch war der 15. August ebenso bemerkenswert: strahlender Sonnenschein am Berg und große Hitze in Villach-Lind, aber eine ungewöhnlich diesige Fernsicht. Die eingebetteten Wetterbeiträge, die Komoot-Karte und die beiden Instagram-Reels dokumentieren diesen besonderen Feiertag aus unterschiedlichen Blickwinkeln.