Ein nasser Start in die neue Woche (07. Juli 2025)
Nach 31.1°C #Hitze sind wir in #Villach-Lind bisher noch von #Gewittern verschont geblieben. In der kommenden Nacht wird es jedoch regnerisch pic.twitter.com/Pl89N2KqSE
— Wetterstation Villach (@WWien10) July 6, 2025
Die neue Woche beginnt in Villach-Lind mit einem markanten Wetterumschwung. Nach den hochsommerlichen Tagen der letzten Wochen bringt ein Italientief nun deutlich kühlere Temperaturen und vor allem eines: viel Regen. Der Hochsommer legt eine Pause ein – und das wohl nicht nur kurzzeitig.
Rückblick: Eine nasse Nacht und ein kühler Montagmorgen

Bereits in der Nacht auf Montag zogen zahlreiche, teils kräftige Regenschauer über die Region. Besonders gegen sieben Uhr morgens fiel in Villach intensiver Niederschlag, begleitet von einzelnen Gewittern. Insgesamt kamen in Lind bis zum Vormittag bereits über 22 Millimeter zusammen – eine Menge, die man in den letzten Wochen fast nie erreicht hatte. Im Vergleich dazu blieb es in Teilen Unterkärntens wie etwa in St. Andrä mit nur 8 Millimetern deutlich trockener.
Am Montagnachmittag zeigt sich dann vorübergehend sogar die Sonne, doch die Temperaturen bleiben spürbar unter den gewohnten Werten. Mit kaum mehr als 15 Grad am Morgen und Tageshöchstwerten von 20 bis 23 Grad bleibt es für Juliverhältnisse recht kühl. In Richtung Klagenfurt und Unterkärnten schaffen es die Temperaturen örtlich noch auf bis zu 25 Grad – trotzdem wird es merklich kühler als in den vergangenen Tagen.
Analyse: Der Regen hat sich festgesetzt
Ein Blick auf die aktuellen Wetterkarten und Radardaten zeigt, dass die Region weiterhin von Regen geprägt bleibt. Über Kärnten erstreckt sich eine großflächige Zone mit leichtem bis mäßigem Niederschlag. Richtung Süden und Südosten – etwa in Richtung Slowenien – verdichten sich die Schauer und zeigen auch gewittrige Strukturen mit der Möglichkeit von Starkregen.
Die 12-Stunden-Niederschlagssummen belegen das eindrucksvoll: rund um Villach wurden bereits bis zu 47 Millimeter gemessen, besonders entlang des Drautals und im Raum Spittal. Die Regenanalyse aus Villach zeigt in einem Niederschlagsdiagramm deutlich, wie der intensivste Regen zwischen 6 und 7 Uhr morgens fiel. Danach ging die Intensität deutlich zurück, mit vereinzelten weiteren Schauern. Die Luft hat sich dabei stark abgekühlt und die Atmosphäre ist labil – ideale Bedingungen für weitere Schauer und Gewitter im Tagesverlauf.
Ausblick: Die Nacht auf Dienstag wird heftig
Was auf Villach in der kommenden Nacht zukommt, könnte noch deutlich intensiver ausfallen. Sowohl das hochauflösende ICON-D2-Modell als auch das SuperHD-Modell prognostizieren für die nächsten 24 Stunden erhebliche Niederschlagsmengen. Während das SuperHD-Modell mit flächigen Regenmengen von rund 50 bis 70 Millimeter rechnet, sieht das ICON-D2-Modell lokal sogar bis zu 100 Millimeter – vor allem in den höher gelegenen Regionen rund um den Dobratsch. Dort könnten Gewitter die Regenmengen nochmals verstärken.
Diese Modelle stimmen in der Grundaussage überein: Die Nacht auf Dienstag wird sehr nass, mit Starkregen, Gewitterpotenzial und entsprechend erhöhter Gefahr von lokalen Überflutungen, volllaufenden Kellern und Murenabgängen – besonders in den südwestlichen Tallagen und an den Gebirgsausläufern. Auch der Dienstag selbst wird geprägt sein von weiteren Schauern und möglichen Gewittern, bei deutlich unterdurchschnittlichen Temperaturen um 20 Grad.
Mittwoch bringt erste Entspannung
Erst am Mittwoch deutet sich eine Wetterberuhigung an. Der Tag startet freundlich mit Sonnenschein und bleibt voraussichtlich trocken. Die Temperaturen steigen dann auch wieder leicht auf angenehm warme 23 Grad – ein Hauch von Sommer könnte also zurückkehren.
Fazit: Starkregen mit Unwetterpotenzial
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Montag bringt einen spürbaren Wetterwechsel für Villach-Lind. Die sommerliche Wärme wird durch eine sehr feuchte und kühle Wetterlage abgelöst. In der Nacht auf Dienstag drohen große Regenmengen mit teils unwetterartigem Potenzial. Wer in betroffenen Lagen wohnt, sollte vorsorgliche Maßnahmen treffen, Wasser empfindliche Bereiche sichern und Wetterwarnungen aufmerksam verfolgen. Erst zur Wochenmitte beruhigt sich die Lage wieder und es besteht Hoffnung auf trockenere, sonnigere Tage.