Panorama der Julischen Alpen mit dem Titel der Radtour von Jesenice über Kranjska Gora und den Wurzenpass nach Villach am 29. Juli 2026.

Ein türkisgrüner Fluss, die Felskulisse der Julischen Alpen, slowenische Dorfplätze und ein Stück Zeitgeschichte: Meine Radtour am 29. Juli 2026 verband ganz unterschiedliche Eindrücke. Mit der Bahn ging es zunächst von Villach nach Jesenice. Direkt am Bahnhof begann anschließend die Fahrt zurück nach Kärnten – durch das obere Save-Tal, über Kranjska Gora und den Wurzenpass bis nach Villach.

Dabei blieb genügend Zeit, unterwegs genauer hinzusehen: für einen Drohnenflug bei Gozd Martuljek, eine Getränkepause im Pino Alpino und einen ausgedehnten Besuch im Bunkermuseum Wurzenpass.

Die Tour auf einen Blick

Tourdaten Wert
Datum Mittwoch, 29. Juli 2026
Anreise Mit der Bahn von Villach nach Jesenice
Radstart Bahnhof Jesenice, Start gegen halb elf am Vormittag
Aufgezeichnete Strecke rund 53 km
Aufstieg / Abstieg 670 / 710 Höhenmeter laut Tourübersicht
Höchster / tiefster Trackpunkt rund 1.070 / 490 m
Bewegungszeit rund 2 Stunden und 45 Minuten
Durchschnitt in Bewegung 19,4 km/h

Streckenfolge: Bahnhof Jesenice → westlicher Stadtausgang / Hrušica → oberes Save-Tal im Bereich Mojstrana → Belca → Gozd Martuljek → Kranjska Gora → Podkoren → Wurzenpass → Bunkermuseum auf der österreichischen Nordseite → Abfahrt Richtung Riegersdorf → Verbindung über den Raum Neuhaus/Gödersdorf zur Gail → Villach.

Die exakte Linienführung einschließlich der kleinen Abzweigungen zeigt die eingebettete Komoot-Karte. Die Ortsfolge bezeichnet auch durchfahrene Ortsbereiche und bedeutet nicht, dass jeweils das Ortszentrum besucht wurde.

Mit der Bahn zum Startpunkt

Die Bahnanreise machte aus der Tour eine abwechslungsreiche Strecke ohne den gleichen Hin- und Rückweg. In Jesenice begann die Radaufzeichnung gegen halb elf am Vormittag direkt beim Bahnhof. Zunächst führte mich die Fahrt durch den westlichen Teil der Stadt, anschließend öffnete sich das Tal der Sava Dolinka, des nördlichen Quellflusses der Save.

Mit jedem Kilometer rückten die Berge stärker ins Bild. Wasser, Wälder und Wiesen wechselten sich ab, während die Strecke allmählich an Höhe gewann. Die Verbindung Richtung Kranjska Gora folgt in weiten Teilen dem Radweg D2; zwischen Mojstrana und Gozd Martuljek nutzt dieser überwiegend die Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Jesenice–Tarvisio.

Durch das Save-Tal nach Gozd Martuljek

Der erste längere Landschaftsabschnitt führte über den Bereich Mojstrana und Belca nach Gozd Martuljek. Neben der Bergkulisse waren es auch die kleinen Szenen am Weg, die zum Stehenbleiben einluden: Weidetiere, traditionelle Häuser, grüne Wiesen und immer wieder der Blick auf die hellen Felswände der Julischen Alpen.

Bei Gozd Martuljek legte ich meinen ersten großen Stopp ein. Der GPX-Track zeigt die Pause nach rund 16 Kilometern am späten Vormittag für knapp eine halbe Stunde,. Hier entstanden die Drohnenaufnahmen. Aus der Luft bekommt die Landschaft noch einmal eine andere Dimension: Das breite Tal und die markanten Berge lassen sich gemeinsam überblicken.

Kranjska Gora: Dorfleben und eine Pause im Pino Alpino

Weiter ging es talaufwärts nach Kranjska Gora. Zu den Naturmotiven gesellten sich nun gepflegte Häuser, blumengeschmückte Balkone, die Kirche und der Dorfplatz. Gerade dieser Wechsel zwischen Landschaft und Ortsleben machte die Fahrt so abwechslungsreich.

Im Pino Alpino blieb Zeit für ein Getränk und eine Pause vor dem Passanstieg. Die Aufzeichnung unterbricht hier nach rund 25 Kilometern um die Mittagszeit für gut eine Stunde. Nach der Einkehr führte die Route westwärts Richtung Podkoren und anschließend hinauf zum Wurzenpass.

Über Podkoren auf den Wurzenpass

Bis Kranjska Gora war der Höhengewinn überwiegend gleichmäßig gewesen. Auf der Auffahrt von Podkoren zum Wurzenpass, slowenisch Korensko sedlo, änderte sich der Charakter: Jetzt folgte der deutlich steilere Teil der Tour. Die Aussicht auf die umliegende Bergwelt begleitete den Anstieg, während die Passhöhe den Übergang zurück nach Österreich markierte.

Der höchste Punkt meiner Aufzeichnung lag bei rund 1.070 Metern. Dieser GPS-Wert beschreibt den Track; er ist nicht mit einer amtlichen Höhenangabe der Passhöhe gleichzusetzen.

Auf der österreichischen Seite ging es zunächst ein Stück bergab und dann zum Bunkermuseum Wurzenpass. Der Museumsstopp lag somit bereits auf der Nordseite des Passes und nicht direkt auf der Passhöhe. Nach rund 34 Kilometern blieb ich hier am Nachmittag für rund zwei Stunden.

Damit bekam der Tag neben Natur und Dorfkultur auch einen historischen Schwerpunkt. Für die Eindrücke vom Museum und die Hintergründe zur Anlage gibt es bereits einen eigenen Beitrag.

Mit dem Fahrrad zum Krainberger Kirchtag

Zurück nach Villach

Nach dem Museumsbesuch folgte die Abfahrt auf der Nordseite in Richtung Riegersdorf. Im Tal führte der Track anschließend ostwärts durch den Raum Neuhaus und Gödersdorf zur Gail und weiter in das südliche Villacher Stadtgebiet. Am späten Nachmittag, gegen halb sechs, war der Bereich der Villacher Innenstadt erreicht; bis dahin waren etwa 51 Kilometer aufgezeichnet.

Mit einer späteren kurzen Weiterfahrt innerhalb Villachs ergab sich eine aufgezeichnete Gesamtstrecke von rund 53 Kilometern.

Das Wetter: Sonne, klare Bergblicke und sommerliche Hitze

Der 29. Juli war ein sonniger und heißer Sommertag. Die Fotos zeigen über weite Abschnitte blauen Himmel und klare Blicke auf die Julischen Alpen. Zur Mittagszeit wurde in Kranjska Gora im damaligen Wetterthread eine Temperatur von etwa 29 °C festgehalten – entsprechend sommerlich waren die Bedingungen auch vor dem Passanstieg.

An meiner Wetterstation Villach-Lind wurden für diesen Tag folgende Werte dokumentiert:

Wetterwert Villach-Lind 29. Juli 2026
Tiefsttemperatur 16,2 °C
Höchsttemperatur 33,6 °C
Niederschlag 0,0 mm
Maximale Globalstrahlung 890 W/m²

Schon gegen ein Uhr am frühen Nachmittag lag Villach-Lind bei 29,9 °C. Später waren in der Ferne Gewitter zu sehen, Villach blieb jedoch trocken. Die kräftige Sonneneinstrahlung und die Hitze passten zu den sommerlichen Landschaftseindrücken dieser Tour. Für den Wurzenpass liegt mir keine örtliche Temperaturmessung dieses Tages vor; einen konkreten Passwert kann ich deshalb nicht angeben.

Ein Sommertag mit vielen Perspektiven

Diese Fahrt lebte vom Wechsel der Eindrücke: die Bahnanreise, das Wasser der Sava Dolinka, die Julischen Alpen aus der Luft, eine entspannte Getränkepause und schließlich der Besuch im Bunkermuseum. Der Wurzenpass verband dabei die beiden Seiten der Grenze – und machte aus der Rückfahrt nach Villach einen eigenen kleinen Alpenausflug.

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