Collage aus Herbstwald und Nebel am Wurzenpass sowie verschneiten Karawanken. Höchstwerte in Villach-Lind: 13,2 °C am 30. Oktober, 11,0 °C am 31. Oktober und 8,0 °C an Allerheiligen 2026; am Feiertag 0,4 mm Regen.Herbstsonne, Nebel und kühles Allerheiligen: Wetterrückblick Villach-Lind vom 30. Oktober bis 1. November 2026.

Wetterrückblick vom 30. Oktober bis 1. November 2026

Herbstsonne, hartnäckiger Hochnebel und schließlich etwas Regen: Das Wochenende zum Monatswechsel zeigte im Raum Villach verschiedene Gesichter. Während der Freitag noch einen freundlichen Abschluss der milden Oktoberphase brachte, wurde es anschließend schrittweise kühler. An Allerheiligen erreichte Villach-Lind nur noch 8,0 °C. Auf den Bergen bildeten Schnee, dunkle Wälder und durchziehende Wolken eine eindrucksvolle Kulisse.

Besonders abwechslungsreich präsentierte sich der Wurzenpass. Zwischen nebelverhangenen Nadelbäumen, goldenen Laubwäldern und sonnigen Ausblicken auf die Julischen Alpen entstanden dort stimmungsvolle Bilder zum Abschied von der Saison 2026.

Freitag, 30. Oktober: Noch einmal freundliches Herbstwetter

Der Freitag begann in Lind ohne den dichten Nebel, der im Herbst häufig über dem Villacher Becken liegt. Im weiteren Tagesverlauf zeigte sich viel Sonne. Nach einem Tiefstwert von 3,7 °C stieg die Temperatur auf 13,2 °C. Niederschlag fiel nicht.

Die maximale Solarstrahlung erreichte 492 W/m². Im Sonnenlicht leuchteten die herbstlichen Wälder und Bäume, bevor orangefarbene und rosige Töne den Abendhimmel prägten.

In der Umgebung wurde es stellenweise deutlich milder als in Lind. Treffen erreichte 17,2 °C und gehörte damit zu den besonders warmen Orten der damaligen Stationsauswertung. Solche Unterschiede zeigen, wie stark sich Sonnenschein, lokale Durchlüftung und die Lage einer Station auf die Temperaturen auswirken können.

Der Freitag setzte damit die freundlichere Phase fort, die bereits im Rückblick auf die Tage nach Tief LUISE und den Nationalfeiertag beschrieben wurde.

Samstag, 31. Oktober: Erst Hochnebel, später Sonne

Der letzte Oktobertag startete in Villach-Lind deutlich grauer. Dichter Hochnebel sorgte zunächst für einen gedämpften, frischen Morgen. Im Tagesverlauf löste sich die trübe Schicht auf und machte sonnigen Abschnitten Platz.

Die Temperatur bewegte sich zwischen 2,3 und 11,0 °C. Damit blieb der Nachmittag bereits kühler als am Freitag. Trocken blieb es dennoch. Die maximale Solarstrahlung erreichte kurzzeitig 605 W/m².

Dieser höhere Spitzenwert bedeutet allerdings nicht, dass der Samstag insgesamt sonniger war als der Freitag: Ein Strahlungsmaximum beschreibt einen einzelnen Moment, nicht die Sonnenscheindauer oder die über den Tag verfügbare Sonnenenergie.

Unter den am Samstag verglichenen Stationen war Föderlach mit 14,0 °C am wärmsten. Auch an diesem Tag fiel der Unterschied zu Lind deutlich aus.

Am Wurzenpass: Vom Nebel ins goldene Herbstlicht

Auch am Wurzenpass bestimmte zunächst Nebel die Stimmung. Die Konturen der Nadelbäume verschwanden im Grau, die Landschaft wirkte still und zurückgezogen. Später öffnete sich die Wolkendecke und ließ die Herbstfarben wieder hervortreten.

An der Station Wurzenpass/Korensko sedlo auf 1072 Metern wurden 0,4 bis 6,0 °C gemessen. Trotz der Sonne blieb es dort ausgesprochen frisch.

Die Ausblicke zu den Julischen Alpen bildeten einen besonderen Kontrast: Im Vordergrund dunkle Wälder und bunte Laubbäume, dahinter die felsigen, stellenweise schneebedeckten Berge im warmen Licht. Einzelne Gipfelzuordnungen bleiben anhand der Aufnahmen unsicher; die Stimmung der Bergkulisse war dagegen eindeutig.

Warum es trotz Hochdruck kühler und unbeständiger wurde

Schon vor dem Wochenende deuteten die Modelle eine Veränderung an. Ein kräftiger Hochdruckblock über Nordwest- und Nordeuropa hielt die atlantische Westströmung weitgehend fern. An seiner Süd- und Ostseite konnte gleichzeitig kühlere Luft nach Mitteleuropa gelangen.

In der Höhe rückte ein Tief in den Alpen-Adria-Raum. Damit waren trotz relativ hohen Luftdrucks am Boden dichtere Wolken und örtlicher Niederschlag möglich. Hochdruck allein garantierte also weder einen wolkenlosen Himmel noch milde Temperaturen.

Diese Entwicklung war bereits Thema der Vorschau vom 27. Oktober bis Allerheiligen. Die aktualisierte Wochenendprognose vom 30. Oktober griff vor allem die Unsicherheit bei Niederschlagsmenge und Schneefallgrenze auf.

Allerheiligen, 1. November: Frischer Morgen, etwas Regen und sonnige Unterbrechungen

Der November begann in Lind mit einem Tiefstwert von 1,2 °C. In Teilen des Umlands wurde die Frostgrenze erreicht oder unterschritten: Bad Bleiberg meldete −1,1 °C, während Finkenstein mit 0,1 °C knapp darüber blieb.

Am Morgen fiel etwas Regen. In Lind summierte sich der Niederschlag im Tagesverlauf auf 0,4 mm. Damit blieb es bei einer kleinen Menge.

Die Vormittagsaufnahmen zeigten viele Wolken und tiefe Wolkenfetzen an den Berghängen. In der Stadt selbst blieb die Sicht vergleichsweise gut. Später entstanden größere Lücken, durch die zeitweise die Sonne schien.

Am Nachmittag wechselten helle Abschnitte mit dunkleren Wolken. Das Regenradar zeigte örtliche Schauer unter anderem im Raum Spittal, im Gailtal und nördlich von Villach. Ein geschlossenes, länger anhaltendes Regengebiet über dem gesamten Raum Villach war darin nicht zu erkennen.

Die Temperatur erreichte in Lind höchstens 8,0 °C, das dokumentierte Tagesmittel betrug 4,6 °C. Bei den sonnigen Unterbrechungen stieg die Solarstrahlung kurzzeitig auf 524 W/m². Auch der Feiertag war somit kein durchgehend dunkler Regentag – die kühle Luft blieb aber deutlich spürbar.

Wo wurde es am Feiertag am wärmsten?

Unter den ausgewerteten Vergleichsstationen lag erneut Föderlach mit 9,7 °C vorne. Villach Stadt und Velden erreichten jeweils 8,3 °C, gefolgt von Villach-Lind mit 8,0 °C und Finkenstein mit 7,9 °C.

In Treffen wurden 7,7 °C, in Bad Bleiberg 5,4 °C gemessen. Die milderen Nachmittage der Vortage waren damit vorerst vorbei.

Schnee an den Karawanken: Was Bilder und Messungen zeigen

Auf den Aufnahmen vom Feiertag hob sich der Schnee an den höheren Partien der Karawanken deutlich von den dunkleren, bewaldeten Hängen darunter ab. Besonders in Rinnen und an felsigen Flanken war die weiße Zeichnung gut sichtbar.

Die erkennbare Untergrenze des liegenden Schnees ist jedoch nicht mit der Schneefallgrenze während eines Niederschlags gleichzusetzen. Aus den Fotos allein lassen sich weder eine genaue Höhenlage noch eine Neuschneemenge bestimmen.

StationGemeldete Gesamtschneehöhe am Morgen des 1. November
Dobratsch/Villacher Alpe2 cm
Kanzelhöhe0 cm
Loibltunnel5 cm
Kredarica10 cm

Die Werte beschreiben die gesamte Schneedecke an der jeweiligen Messstelle am Morgen, keine Neuschneesumme. Ebenso bedeutet eine Meldung von 0 cm nicht, dass sämtliche schattigen Hänge und Mulden eines Berges schneefrei waren.

Wie gut passten die Prognosen zum tatsächlichen Verlauf?

Die grundlegende Entwicklung wurde in der Vorhersage erfasst: Auf den freundlicheren Samstag folgte ein kühlerer Feiertag mit mehr Wolken und etwas Niederschlag.

In der Vorschau vom 30. Oktober lagen die erwarteten Höchstwerte für Lind am Samstag bei etwa 10 bis 12 °C. Gemessen wurden 11,0 °C. Für Allerheiligen war eine Spanne von 5 bis 9 °C genannt worden; tatsächlich wurden 8,0 °C erreicht.

Auch beim Niederschlag passte die zurückhaltende Variante der lokalen Modelle besser zum Verlauf in Lind: SuperHD und ICON-D2 hatten in dieser Vorschau weniger als einen Millimeter berechnet. Die gemessenen 0,4 mm lagen innerhalb dieser Größenordnung. Der damals ältere ECMWF-Lauf war am höher gelegenen Modellpunkt deutlich nasser gewesen und deshalb nur eingeschränkt mit Lind vergleichbar.

Die zuvor diskutierte Möglichkeit einzelner nasser Schneeflocken im Becken blieb eine unsichere Prognosevariante. Für Lind ist im dokumentierten Verlauf Regen festgehalten; eine Schneebeobachtung an der Station liegt für diesen Feiertag nicht vor.

Villach-Lind: Die drei Tage im Überblick

TagTiefstwertHöchstwertNiederschlagMaximale Solarstrahlung
Freitag, 30. Oktober3,7 °C13,2 °C0,0 mm492 W/m²
Samstag, 31. Oktober2,3 °C11,0 °C0,0 mm605 W/m²
Sonntag, 1. November1,2 °C8,0 °C0,4 mm524 W/m²

Innerhalb dieser drei Tage sank der Tageshöchstwert in Lind um 5,2 Grad. Der Monatswechsel brachte damit eine klare Abkühlung, während die Niederschlagsmenge gering blieb.

In Erinnerung bleiben die Gegensätze: das warme Herbstlicht am Freitag, der zunächst nebelige und später sonnige Samstag sowie die Mischung aus Schauern, Wolkenlücken und schneebedeckten Bergpartien an Allerheiligen. Am Wurzenpass verbanden sich diese Eindrücke zu einem stimmungsvollen Abschied von der Saison – vom stillen Nebelwald bis zu den letzten beleuchteten Felswänden der Julischen Alpen.

Grundlage: die im Oktober- und November-Wetterthread dokumentierten Stationsmessungen, eigenen Beobachtungen und Fotos vom 30. Oktober bis 1. November 2026. Prognoseangaben beziehen sich ausdrücklich auf die damaligen Modellstände.

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